«Jeden Tag eine grosse Show.»

Sonja Hottinger, Leiterin der Filiale Zürich Bahnhofstrasse, blickt zurück und erzählt, wie alles begann

Die Filiale in der Bahnhofstrasse in Zürich gilt als Läderach Flagshipstore und wurde im Rahmen der Umfirmierung von Merkur zu Läderach als erstes Geschäft umgebaut. Seit 2012 glänzt der Laden in der Metropole als moderne Läderach Chocolaterie mit eigener Corporate-Architektur. Ihre gute Fee ist die langjährige Mitarbeiterin Sonja Hottinger. Niemand anderes kennt die Anfänge und die Erfolgsgeschichte der FrischSchoggi besser als sie. Vom ersten Tag an mit dabei, hat Frau Hottinger viele Geschichten rund um die süsse Verführung erlebt. Sie erzählt uns aus ihrem spannenden Alltag.


Frau Hottinger, erinnern Sie sich noch an die Eröffnung Ihrer Filiale und die ersten Tage danach?

Es ist, als wäre es gestern gewesen. Am Abend vor der Eröffnung räumte ich mit meinem Team bis nachts um 2 Uhr den Laden ein, und wir wussten: Um 9 Uhr stehen die geladenen Gäste und Medienleute zur Pressekonferenz vor der Tür. Sogar nachts um 2 Uhr wurden Passanten auf uns aufmerksam und blickten neugierig in die Schaufenster. Wir waren sehr erstaunt. Der Eröffnungstag und die Pressekonferenz waren ein voller Erfolg. Das neue Ladenkonzept und vor allem die Theke mit der FrischSchoggi haben die Kunden begeistert – so sehr, dass unser neues Produkt, die FrischSchoggi, bereits am Nachmittag ausverkauft war. Wir hatten noch keine Erfahrungswerte mit der FrischSchoggi und wussten nicht, wie unsere Idee ankommen wird. Schnell organisierten wir mit dem Privatauto Nachschub aus Ennenda. Dies wäre heute undenkbar, weshalb wir täglich mit der benötigten Menge beliefert werden.


Wann wussten Sie, dass Sie neu auch FrischSchoggi verkaufen werden?

Die Confiseur Läderach AG hatte zuvor für die Merkur-Verkaufsfilialen ein Pralinés-Sortiment entwickelt. Da wir von der Firma Läderach übernommen wurden, dachten wir, es handle sich bei diesem Produkt um Pralinés. Wir konnten uns unter FrischSchoggi auch noch nicht viel vorstellen, denn bis anhin kannte man Schokolade nicht in dieser Art.
Am Anfang brachen wir die Tafeln noch in kleinere Stücke und stapelten sie zu Pyramiden auf. Heute präsentieren wir unsere FrischSchoggi, indem wir die ganzen Platten stapeln. So können wir den Kunden zeigen, dass es sich um FrischSchoggi und nicht um Bruchschoggi handelt. So wird sie auch genannt, da wir die FrischSchoggi liebevoll brechen.


Frau Hottinger, wie erleben Sie die FrischSchoggi täglich?

In unserer Filiale ist sie das Hauptprodukt, der Leader. Die FrischSchoggi repräsentiert die Qualität und Individualität von Läderach perfekt. Viele interessante Kundengespräche entstehen an der FrischSchoggi-Theke. Man diskutiert über einzelne, kleine Stückchen, oder es werden gleich mehrere Kilos gekauft. Die Bedürfnisse und Wünsche sind so individuell wie unsere Kunden. Natürlich sind wir regelmässig mit der Bestellung der FrischSchoggi oder dem Abfüllen und Beschriften der unterschiedlich grossen Säckli beschäftigt. Anders als früher packen wir die FrischSchoggi heute assortiert in unterschiedlich grossen Portionen ab und stellen diese Säckli direkt ins Verkaufsregal. Ganz neu präsentieren wir die FrischSchoggi sogar in «Schiffchen»: Die Schale hält die verschiedenen Sorten zusammen und präsentiert sie in einer attraktiven Form. Jede Woche verkaufen wir mehrere Hundert FrischSchoggi-Säckli. Wir sind beweglich, gehen mit der Zeit und lassen uns von den Bedürfnissen und Gewohnheiten unserer anspruchsvollen Kundschaft inspirieren. Auch über den elektronischen Kanal, unseren Onlineshop, kann bei uns FrischSchoggi bestellt werden. Da gibt es einiges zu tun …


Gibt es spezielle Tage, an denen mehr FrischSchoggi verkauft wird?

Das ist sehr unterschiedlich und täglich anders. Manchmal kommt es uns vor, als hätten sich heute alle abgesprochen und wollten nur eine Sorte in kleinen oder grossen Stücken. Unterschiede nehmen wir auch zwischen den einzelnen Jahreszeiten wahr. Gegen Weihnachten wird zudem einiges mehr an FrischSchoggi gekauft und insbesondere auch verschenkt. Selbst das Ende des Ramadans bekommen wir zu spüren: Sobald die Fastenzeit vorbei ist, kommen die Araber und kaufen gleich plattenweise FrischSchoggi. Auch am Monatsanfang- und ende verkaufen wir mehr davon. Das ist das Schöne an der FrischSchoggi: Jeder kann die gewünschte Menge selbst bestimmen und sich mit seinen individuellen Lieblingssorten selbst eine Freude machen.



Sind die Bedürfnisse bei der FrischSchoggi unterschiedlich?

Definitiv. Das ist auch der grosse Vorteil unserer legendären FrischSchoggi. Vor allem Stammkunden kommen regelmässig zum Plankauf. Wenn dann die gewünschte Sorte fehlt, ist die Enttäuschung gross und die Bereitschaft, etwas Neues zu probieren, eher gering. Die Kunden wissen genau, was sie wollen, und sind glücklich damit. Gerade Neukunden nehmen das Angebot unserer kleinen Degustationen sehr gerne an und lassen sich vom vielfältigen Angebot der Original-FrischSchoggi von Läderach beeindrucken. Wir führen jedoch nicht nur ein Basissortiment von über 20 Sorten, sondern überraschen unsere Kunden jeden Monat neu mit unserer Monatskreation, welche oft schon nach kurzer Zeit ausverkauft ist. Gerade die Touristen bleiben staunend vor den Fenstern stehen und kommen mit grossen Augen zur FrischSchoggi-Theke. Sie lassen sich das frische Produkt gerne erklären. Da unsere FrischSchoggi keinen Alkohol enthält, ist sie auch aus Sicht der unterschiedlichen Religionen problemlos und für alle eine schöne, süsse Entdeckung.


Was bedeutet für Sie FrischSchoggi?

Ich liebe sie so sehr, dass ich nicht darauf verzichten kann und sie selbst in die Ferien mitnehme. Die FrischSchoggi lässt sich wunderbar in den Koffer packen, und wenn das Essen mal nicht so gut ist, habe ich immer ein feines Stückchen FrischSchoggi zum Naschen bereit. Natürlich ist sie auch auf Wanderungen stets mein treuer Begleiter. Bei der Arbeit ist sie ein bedeutender Bestandteil, mit dem ich mich täglich gerne auseinandersetze.


Haben Sie eine Lieblings-FrischSchoggi?

Mein Favorit: der Früchtemix. Aber ebenso liebe ich die Monatskreationen Joghurt-Erdbeere und Zitrone. Ehrlich gesagt, ist diese Frage schwierig zu beantworten – denn alle unsere reichhaltigen Sorten haben ihren eigenen Charakter, und ich habe das Privileg, jeweils meine Lieblingssorte wählen zu können.


Wie wird sich die FrischSchoggi in Zukunft beweisen?

Wir werden unsere Kunden immer wieder mit neuen Geschmacksrichtungen und insbesondere den Monatskreationen überraschen. Auch im Bereich Verpackung steckt noch Potenzial, und wir lassen uns immer wieder neu inspirieren, wie wir unsere FrischSchoggi als Star präsentieren können.


Sie haben bestimmt schon einige unterhaltsame Momente mit der FrischSchoggi von Läderach erlebt …

Oh, ja. An der FrischSchoggi-Theke herrscht täglich Unterhaltung pur. Von der Stammkundin, die zweimal wöchentlich ihre Stückchen holt und sich am liebsten von ihrer Stammverkäuferin bedienen lässt, bis zu Kunden, die in grösseren Abständen vorbeikommen, sich dann aber gleich kiloweise mit FrischSchoggi eindecken, ist alles dabei. Oft fragen Kunden auch nach dem Aufdruck auf der Rückseite der Platte. Dieser zeigt den Namen und die Geschmacksrichtung der jeweiligen Sorte. Das Logo wird mit dem geschmacksneutralen Gewürz Kurkuma auf die Platte aufgedruckt.
Wir geniessen die vielen kurzen Gespräche und Geschichten, die wir täglich an der FrischSchoggi-Theke erleben dürfen. Sie sind das Schöne an unserem Beruf, und es kann auch vorkommen, dass über die Jahre kleine Freundschaften entstehen.

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