Es feins Frischschöggeli passt wörkli immer!

FrischSchoggi Geschichte von Jacqueline K.

Jahrelang waren wir ein eingespieltes Team: mein Chef - der Bankdirektor - und ich! Es war ein Geschenk, mit einem solchen Mann zusammen arbeiten zu dürfen. Kein Brief von ihm war so perfekt, als dass er der Assistentin nicht die Freiheit liess, diesen etwas abzuändern, keine Aktennotiz war in Stein gemeisselt - immer durfte ich mitdenken und -gestalten.
Zwei Makel hatte mein Chef: seine Neigung zum Ungeschickten und das "Last minute-Syndrom". Doch dazu hatte er ja seine rechte Hand, welche ihm immer wieder am Compi behilflich war und welche ihm die Geschenke für seine Firmenbesuche auch noch um drei vor Zwölf organisierte.
Doch jede traute Zusammenarbeit geht zu Ende: unsere - infolge meiner Schwangerschaft - plötzlich abrupt. Noch vor der offiziellen Babypause landete ich, bzw. der Storch, im Spital und liess deshalb meinen Chef "alleine" zurück.

Da lag ich nun also, am dritten Tag nach der Geburt, neben meinem Kleinen und neben einer Auslage voller Babysachen, als es, schon ziemlich spät am Abend, an der Tür klopfte: Mein Chef! Ziemlich ausser Atem, mit leicht zerzausten Haaren, trat er ein. Unter dem linken Arm - oh Schreck - einen kleinen Ordner geklemmt, aber: an der rechten Hand baumelte ein kleines, durchsichtiges Säckli! Mmmhhh.... das war die beste Frischschoggi meines Lebens... und dieses irgendwie unpassende Geschenk passte doch so hervorragend zu "meinem" Direktor und seinem ganzen Wesen!

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